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Daniel, Anne-Kerstin, Michael & Benjamin – vier Nebenerwerbsgründungen

Je mehr ich mich mit dem Thema Nebenerwerbsgründung auseinander setzte, um so mehr interessante Menschen lerne ich kennen, die auch nebenberuflich ihre zweite Existenz aufbauen. Ob es das Betreiben eines Blogs, eine Tätigkeit als Autorin, ein Online Business mit dem Aufbau einer Community oder eine freiberufliche Dozententätigkeit ist, die Nebenerwerbsgründung liegt voll im Trend. Ich möchte euch vier Gründer vorstellen, die neben ihrem Hauptjob eine Selbstständigkeit aufbauen:

Daniel Korth

NebenerwerbsgründungMein Name ist Daniel Korth, ich bin 35 Jahre alt und bin seit März 2015 als Finanzrocker im Netz aktiv. Hier versuche ich Leute davon zu überzeugen, dass Vermögensbildung für jeden wichtig ist und erkläre, wie Geldanlage funktioniert und was hinter den ganzen Finanz-Begriffen steht.

Es hat sich alles so schnell und gut entwickelt, dass ich nach nur viereinhalb Monaten zum Finanzblog des Jahres gewählt wurde. Da der Podcast genauso gut läuft, gibt das natürlich Auftrieb und Motivation mit noch mehr Elan weiterzumachen.

Was ist dein Hauptberuf und was dein Nebenberuf?

Ich bin hauptberuflich Marketing Manager in einem IT-Unternehmen und für die gesamte Kommunikation nach innen und außen zuständig. Dazu gehören Webseiten, Messen, Referenzstorys, Vertriebsunterstützung. Und nebenberuflich bin ich der Finanzrocker und betreibe einen Blog, der die Themen Rockmusik und Vermögensaufbau miteinander verknüpft. Zusätzlich podcaste ich noch über diese und andere Themen.

Seit wann hast du deine nebenberufliche Selbstständigkeit und warum?

Die habe ich erst seit April 2015. Mittlerweile kommt es mir aber vor, als würde ich das seit Jahren machen. Das ist der Preis für die vielen Projekte. Mit dem erfolgreichen Blog im Hintergrund ist es dadurch mehr geworden als nur ein Hobby.

Für welche Unternehmensform hast du dich für die Selbstständigkeit entschieden und warum?

Ich bin Kleinunternehmer, da es ja anfangs ganz gemächlich zugeht – gerade beim Verdienst. Wie es sich dann künftig ändern wird, kann ich momentan noch nicht sagen. Du musst ja eine gewisse Einnahmegrenze überschreiten, um zu wechseln. Zur Zeit ist aber ganz klar ein sehr zeitintensives Hobby.

Anne-Kerstin Busch

NebenerwerbsgründungHallo, mein Name ist Anne-Kerstin Buch. Auf meinem Blog www.anne-kerstin-busch.com schreibe ich über die Themen „Schreiben“, „kreatives Internet-Marketing für Autoren“ und „Einzigartigkeit“. Ich glaube, dass jeder Mensch, jedes Unternehmen, einzigartig ist, etwas ganz Besonderes. Ich helfe, meinen Kunden, diese Einzigartigkeit zu finden und auf den Punkt zu bringen, ganz gleich, ob sie ein Buch schreiben, eine Internet-Seite texten, einen Blog starten oder einen Slogan für ihr Unternehmen finden wollen.

Neben dem Schreiben entwickle ich auch gerne kreative Schreibübungen, die dabei helfen, in den Schreibflow zu kommen. Meine neueste Idee ist, dass ich nicht nur Einzelberatungen anbiete, sondern mein Wissen auch in Online-Seminaren weitergebe. Mein erster Online-Kurs startet im September 2015: „Jetzt schreib ich das verflixte Buch! – In 12 Wochen zum Ratgeber-Autor“.

Meine Bücher veröffentliche ich als Selfpublisherin, was mir größtmögliche Freiheit bietet, so kann ich Inhalt, Titel und Aussehen selbst bestimmen. Bisher habe ich zwei kleine Büchlein veröffentlicht, die gut in die Handtasche passen und die man wunderbar auch unterwegs lesen kann: (Wenn das Leben Geschenke macht und Weihnachten – Zeit der Wunder). Sie sind bei Amazon und in jeder guten Buchhandlung erhältlich.

Was ist dein Hauptberuf und was dein Nebenberuf?

Im Hauptberuf bin ich Redakteurin für die Untertitelung für Hörgeschädigte. Menschen die gar nicht oder nicht mehr so gut hören können, haben so die Möglichkeit, dank Videotext-Untertiteln, Fernsehsendungen zu verfolgen.

In meinem Nebenberuf bin ich Autorin und Schreib-Coach. Ich schreibe sowohl Ratgeber, einer über das Thema „Schreiben“ ist gerade in Arbeit, als auch Geschichten. Als Schreib-Coach helfe ich anderen, ihre Texte zu schreiben, u. a. Bücher, Blogs, Internet-Seiten, Presseartikel und Flyer-Texte.

Seit wann hast du deine nebenberufliche Selbstständigkeit und warum?

2003 fing alles an. Ich wollte meine kreativen Fähigkeiten gerne noch mehr einsetzen, als es in meinem Hauptjob möglich ist.

Da ich gerne schreibe und auch komplexere Themen gut auf den Punkt bringen kann, überlegte ich mir, was ich zum Thema „Texte schreiben“ anbieten könnte. Themen wie Coaching, Naturheilkunde, alternative Therapien und Beratung faszinierten mich schon lange. Also überlegte ich mir, dass diese Menschen die idealen Kunden für mich wären. Ich entwickelte meinen ersten Flyer mit Word, bastelte eine Internet-Seite und wurde Mitglied in einem ganzheitlichen Netzwerk.

Beim ersten Netzwerk-Treffen hatte ich Glück: Ich sprach mit einer Frau, die mich weiterempfahl. So kam ich zu meiner ersten Kundin, deren Website ich texten sollte.

Für welche Unternehmensform hast du dich für die Selbstständigkeit entschieden und warum?

Von Anfang an bin ich Freiberuflerin mit Kleinunternehmerregelung. Es sollte so einfach wie möglich sein, zumindest solange ich nebenberuflich selbstständig bin.

Michael Dohlen

NebenerwerbsgründungHallo, mein  Name ist Michael, ich bin 31 Jahre alt und im Hauptjob arbeite ich als Produktmanager für eine Digital Agentur in Düsseldorf.

Neben meiner beruflichen Leidenschaft der digitalen Produkte liebe ich es in meiner Freizeit Sport zu treiben oder zu schauen, was von Fußball über Laufen, Fitness, Mountainbike fahren bis hin zum American Football reicht.

Ebenso reise ich gerne und konnte dieses in der Vergangenheit sogar bereits in den USA und Asien mit Projekten vereinen, so dass neben der Arbeit auch das Entdecken fremder Länder auf dem Programm stand.

Was ist dein Hauptberuf und was dein Nebenberuf?

In der Position des Produktmanagers für eine Digital Agentur in Düsseldorf verantworte ich die Neu- und Weiterentwicklung von digitalen Produkten wie Webseiten, Mobile Apps und Unternehmens-Software.

Meine Erfahrungen aus den letzten Jahren als Produktmanager wende ich auch in meiner nebenberuflichen Selbstständigkeit als Consultant und Coach an. Ich koordiniere im Kundenauftrag darin beispielsweise die Schnittstelle zwischen der technischen Entwicklung eines digitalen Produktes und dem Unternehmensmanagement.
In den letzten Monaten sind nun mit der Sidepreneur Plattform und den MastermindGroups zwei weitere Sideprojekte hinzugekommen, die ich parallel zum Hauptberuf aufbaue.

Ein erstes erweiterndes Produkt stellen die MastermindGroups dar, die in den kommenden Tagen starten werden, bei denen ich aber nach gleichen Grundsätzen handeln, wie auch schon beim Aufbau der Sidepreneur Community: das Vernetzen von Gleichgesinnten mit verschiedensten Erfahrungen legt ungeahnte Potentiale frei. Dieses zeigt  sich bereits in der Sidepreneur Community und mit MastermindGroups wird es hier eine sehr hilfreiche Plattform in den kommenden Tagen geben.

Seit wann hast du deine nebenberufliche Selbstständigkeit und warum?

Ich liebe es einfach, neue Dinge auszuprobieren, zu experimentieren und neue Produkte zu erschaffen. Während des Studiums entdeckte ich die spannende Unternehmenswelt hinter den bunten Webseiten und wusste, dass ich hier vieles schnell und „halbwegs“ günstig ausprobieren und selber erschaffen kann. Somit startete ich bereits während des Studiums mit kleinen Nischenseiten als Nebenberuf und konnte dann auch schnell die ersten Kunden zu den Themen Webseiten, Traffic-Generierung und Online Marketing gewinnen und beraten. Demnach arbeite ich eigentlich schon die letzten Jahre als Sidepreneur und genieße die vielen positiven Effekte, die eine nebenberufliche Selbstständigkeit mit sich bringen.

Mit dem Aufbau der Sidepreneur Plattform habe ich Ende März begonnen, diese ging dann Anfang April live und ich freue mich, dass sie bereits sehr guten Zuspruch von vielen gründungswilligen Angestellten erhält. Mein Ziel hier ist es, eine Community für alle nebenberuflich Selbstständigen aufzubauen, in der man sich austaucht und gegenseitig zum Erfolg verhilft. Die ersten Kooperationen und Zusammenarbeiten entstehen gerade und dieses macht mich sehr stolz zu sehen.

Für welche Unternehmensform hast du dich für die Selbstständigkeit entschieden und warum?

Um die verschiedenen Tätigkeiten unter einem Hut zusammenzuführen habe ich eine UG gegründet. Diese bietet mir die GmbH Rechte, und natürlich auch Pflichten, die ich vor allem beim Aufbau von eigenen Produkten gerne in Anspruch nehme (Haftung, etc.).

Benjamin Michels

NebenerwerbsgründungMit 15 Jahren habe ich mein erstes von bisher sieben Unternehmen gegründet. Damit bin ich ein Serial Entrepreneur, ein Seriengründer, wie er im Buche steht. Aus diesem Grund habe ich auch meinen Blog so genannt: www.serial-entrepreneurship.de. Hier versuche ich anderen Menschen rund um die eigene Existenzgründung zu helfen. In Form von Blogartikel, Video-Podcasts, Audio-Podcasts und Onlinekursen biete ich die unterschiedlichsten Hilfestellungen und Anregungen für Existenzgründer.

Was ist dein Hauptberuf und was dein Nebenberuf?

Das ist relativ schwierig bei mir. Da ich mit 15 Jahren mein erstes von bisher sieben Unternehmen gegründet habe, bin ich eigentlich schon sehr lange selbstständig. Aber dadurch, dass meine Unternehmungen durchaus viel Zeit kosten, ist jedes neue Business, das ich starte, mit einem Nebenberuf zu vergleichen. Momentan könnte man sagen, dass ich hauptberuflich in der Erwachsenenbildung unterrichte. Nebenberuflich bin ich als Autor tätig, habe ein Unternehmen zusammen mit einer Ärztin, ein Unternehmen für touristische Stadtführungen, ein Unternehmen, in dem Onlinekurse getestet werden, ein Unternehmen, um Spielzeug zu testen und noch ein paar Sachen mehr.

Seit wann hast du deine nebenberufliche Selbstständigkeit und warum?

Ich habe bis ungefähr Ende zwanzig das Konzept von mehreren Unternehmen gleichzeitig gefahren. Dann kam der Burnout. Es hat eine Weile gedauert, mich wieder neu aufzustellen. Die Arbeit als Dozent stellte dann meine neue Basis dar. 2013 habe ich angefangen, die ersten Projekte nebenbei zu starten. Begonnen hat dabei alles mit meinem ersten Buch Existenzgründung – Schritt für Schritt und meiner Autorenkarriere. Die weiteren Gründungen waren also die logische Schlussfolgerung. Das Konzept, nebenberuflich immer wieder neue Projekte zu beginnen, hat somit vor etwas mehr als zwei Jahren begonnen.

Für welche Unternehmensform hast du dich für die Selbstständigkeit entschieden und warum?

Ich bin Freiberufler (Dozent, Autor) und habe zusätzlich noch ein Gewerbe. Der nächste logische Schritt ist die Gründung einer GmbH, über die ich dann die neuen unternehmerischen Projekte abrechnen könnte. Bisher habe ich aber den verwalterischen Aufwand gescheut. Doch inzwischen ist meine Buchhaltung durch die Projektzuordnungen so komplex geworden, dass die doppelte Buchführung der GmbH einen nur sehr geringen Mehraufwand machen würde. Hinzu käme, dass die GmbH natürlich die deutlich bessere Absicherung bietet. Allerdings sind dafür natürlich die 25.000 € (bzw. als erste Einlage reichen ja auch 12.500 €) notwendig – die müssen halt auch erst einmal da sein…

 

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