Eigenes Startup Büro – ja oder nein?

Wo fange ich an? Brauche ich ein Büro für mein Start-Up?

Obwohl gerade die berühmtesten Firmen in Garagen und Studentenwohnheimen ihre Anfänge hatten, solltest du dir früh überlegen, wo du deine Firma aufbaust und von vorne hinein die Kosten dafür einplanen.

Ich habe mich von Anfang an für ein Büro entschieden und die ersten zwei Jahre wurde jovenTOUR im Büro von dem Freund meiner Mutter als Untermieter aufgebaut. Die ausschlagenden Punkte für ein eigenes Büro waren für mich damals:

  • räumliche Trennung von Arbeits- und Privatleben
  • Stauorte für Büromaterial
  • eigene Firmenadresse
  • Repräsentanz bei bei Besuch von Kunden und Lieferanten
  • Kontakt mit anderen Menschen während der Arbeit. Obwohl jovenTOUR damals keine Angestellten hatte, bin ich ja in ein bestehendes Büro eingezogen und gemeinsame Mittagspausen etc. sind in stressigen Zeiten goldwert.

Da der Freund meiner Mutter damals seine Firma verkleinert hatte und Arbeitsplätze frei wurden, bot sich mir eine sehr günstige Varianten für das erste eigene Büro. Auch wenn ihr diese Möglichkeit nicht habt, gibt es günstige und einfache Varianten: sogenannte Co-Working Spaces oder Inkubatoren bieten neben Arbeitsplätzen auch ein kreatives Umfeld an, in dem sich toll Ideen ausarbeiten lassen.

Was ist ein Inkubator?

In Düsseldorf haben wir seit neusten den Startplatz, einen Inkubator, den mir Güncem, die Standortleiterin, gezeigt hat. Hier kann man einen Bürotisch im Gemeinschaftsbüro ab 300€ mieten, Einzelbüros kosten 600€. Inkludiert sind ein fester Tisch, WLAN und Kaffee. Zutritt hat man 24 Stunden am Tag.

Für Bootstrapgründungen gibt es spezielle Angebot ab 100€ pro Arbeitsplatz. Auch werden 3x im Jahr Stipendien über 3 Monate ausgeschrieben, für welche sich Startups bewerben können. Neben einem Mentoringprogramm und vergünstigte Workshops findet am Ende der 3 Monate ein Demo Day statt, an welchem man seine Entwicklung präsentiert. Pro Stipendien werden 3-4 Team angenommen.

Das Konzept vom Startplatz baut auf 3 Säulen auf:

  • Coworking (gemeinsames Arbeiten)
  • Training & Workshops und Netzwerken. Neben dem reinen Arbeitsplatz bietet der Startplatz als Inkubator (=Brutkasten) also noch Weiterbildungsmöglichkeuten, an denen Mieter zu vergünstigten Preisen teilnehmen können.
  • Kostenlose Startup Beratung zu festen Sprechzeiten zu den Themen: Recht, Steuern, Finanzen und allgemeinen Gründungsthemen. Gemeinsam mit Vertretern von der IHK, NRW Bank und der Wirtschaftsförderung versucht der Startplatz somit eine „Art Bildungsauftrag“ zu erfüllen.

Was ist ein Co-Working Space?

Während meistens Freelancer bei einem CoWorking Space nur ein Arbeitsplatz anmieten, um dort ihrem freiberuflichem Beruf nach zugehen, fokussiert sich eine Inkubator auf Wachstum und hilft jungen Firmen in ein Wachstum. Das oben beschriebene ganzheitliche Angebot wird also seltener bei CoWorking Spaces angeboten.

Was ist ein Accelerator Programm?

Neben CoWorking und einem Inkubator bieten auch sogenannte Accelerator Programme, die Möglichkeit räumlich eine Firma zu gründen.

Was genau der Unterschied ist kannst du hier nachlesen: Unterschiede zwischen Accelerator und Inkubator

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