Auf zum Panda Contest nach Berlin!

Panda Contest Berlin

18.4.2015 – Der Tag began früh, sehr früh sogar. Ich würde sagen, der Vortag ging sogar nahtlos in den neuen Tag über. Eben war ich noch auf der Hochzeit meiner Mutter und schon sass ich gegen 6 Uhr am Flughafen um in Hauptsstadt zu fliegen: zum PANDA Contest nach Berlin. Die Stunde Flugzeit war wohl auch die einzige Zeit, wo ich etwas Schlaf während des gesamten Tages bekam.

Was genau der Panda Contest war oder was mich in Berlin erwarten würde: ich hatte keine Ahnung! Das Einzige was ich wusste: ich hatte mich für dieses Event, bei dem sich weibliche Führungskräfte treffen, beworben. Ich hatte eine Art Motivationletter verfasst, ein Empfehlungsschreiben von einem ehemaligen Chef mir geben lassen und meinen Lebenslauf eingesendet.

Wie kam ich eigentlich dazu, mich für so etwas zu bewerben? Weibliche Führungskraft?! Naja, ich hatte zu dem Zeitpunkt zwei studentische Aushilfskräfte eingestellt, man kann wohl nicht wirklich von Führungskompetenz bei mir sprechen (dachte ich!). Egal, das Projekt Panda klang spannend und spätestens seit der Goldenen Palme habe ich die Einstellung: bewerben kann man sich für alles – ob man genommen wird, sollen andere entscheiden. Gesagt getan, meine Bewerbung landete bei dem Veranstalter von Panda und einige Wochen später erhielt ich meine Einladung :)

Über facebook habe ich dann noch erfahren, dass meine Freundin und Kommilitonin Jule es auch unter die 100 eingelandenen talentiertesten weiblichen Führungskräfte geschafft hatte und somit war ich nicht alleine in Berlin, was mich schon sehr beruhigte.

Jule holte mich vom Flughafen ab und gemeinsam ging es zum Sheraton Esplade Hotel. Im Foyer wimmelte es von jungen motivierten Frauen und die Atmosphäre war sehr angenehm und man (frau) kam direkt ins Gespräch. Wir holten unsere Namensschilder ab, auf denen Tische angegeben waren, wo sich kleine Gruppen (je 10 Teilnehmerinnen) bildeten. Gemeinsam bekamen wir dann Fallstudien, die wir ausarbeiteten.

Obwohl an jedem Tisch zwei Beobachter waren, beurteilten wir uns danach selbst. Jeder nannte seine drei Favoriten in der Gruppe anonym und danach ging es zum Speedfeedback, bei dem jede Gruppenteilnehmerin der anderen sagte, was besonders gut und weniger vorteilhaft war. Nach einer Minute Feedback wurde rotiert und so bekam man neun Rückmeldungen in 9 Minuten.

Wer jetzt denkt: Fallstudien, wie langweilig!!! Nein, so war es nicht. Die erste Aufgabe war wirklich noch theoretisch. Bei der Zweiten bauten wir eine Dominoschlange durch das halbe Hotel und bei der dritten Aufgabe twitterten wir sogar an Hillary Clinton (leider antwortete sie nicht – das hätte ordentlich extra Punkte gebracht)….

Nach drei Aufgaben, einem Networking Lunch und viel Feedback wurden die Top10 gekürt. Während diese Teilnehmerinnen nochmal zu Einzelgesprächen eingeladen wurden, gingen Jule, ich und noch drei andere Mädels ins Cafe am Neuen See und genossen die letzten Sonnenstrahlen bis das Galadinner anfing.

Obwohl das ganze Event Panda Contest genannt wird, hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl mich in einem Wettbewerb zu befinden. Es war viel mehr ein Miteinander, als ein Gegeneinander. Ich habe viele tolle Mädels kennengelernt und interessante berufliche Kontakte geknüft.

Ein Highlight waren die vielen Feedbacks, so dass ich meine Bedenken vom Anfang wirklich revidieren musste. Ich erkenne mehr und mehr meine Führungskompetenzen und verliere auch die Angst vor dieser neuen Aufgabe als Gründerin.

Ein anderes Highlight war die Keynote von Heidi Stopper, die mich ebenfalls sehr inspiriert hat. Vielen Dank, liebe Heidi, für die ausführliche Beschreibung unserer Kernkompetenzen. Auch habe ich verstanden, dass frau einfach nicht alles können muss.

Ich möchte auch nochmal ganz herzlich Isa und Stuart für das tolle Event danken :)