Vor der Firmengründung: die wichtigsten Schritte

Deine Idee

Oft höre ich von Kollegen und Freunden: “ich würde mich gerne selbstständig machen, aber ich weiss nicht womit”. Und genau liegt das erste grosse Problem: die Geschäftsidee. Du, als Gründer solltest von deiner Geschäftsidee absolut überzeugt sein und hinter dieser stehen. Wenn alles gut läuft, wirst du dich eine sehr lange Zeit mit der Materie deine Geschäftsidee beschäftigen –  so sollte dich das Thema faszinieren und du solltest bereit sein ein Expert auf dem Gebiet zu werden. Wenn du nicht bereit bist, diesen Schritt zu gehen, wird deine Geschäftsidee nicht funktionieren, weil du als Gründer nicht hinter dieser stehst.

Dein Modell

Im zweiten Schritt musst du nun deine Geschäftsidee in ein Geschäftsmodell umwandeln und diese Modell entwickeln. Nehmen wir wieder das liebe Beispiel mit den Cupcakes. Du bist ein absoluter Cupcake Fan, ein/e super Bäcker/-in und kannst garnicht genug von dem Thema bekommen? Liegt es nicht nahe jetzt zu sagen: “gut, dann mache ich einen Cupcake Laden auf?” Nein, liegt es nicht! Dein deine Geschäftsidee ist der Cupcake und nicht der Laden. Dein Geschäftsmodell kann jetzt ganz unterschiedlich aussehen:

  • du kannst ein Cafe eröffnen, in dem es Cupcakes zum Kaffee gibt!
  • du kannst eine Konditorei eröffnen bei der es Cupcakes to go gibt (Achtung für die Auslieferung und die to go Variante muss mindestens ein Konditormeister angestellt sein)!
  • du kannst ein Geschäft eröffnen, in dem es Zutaten & Zubehör für Cupcakes gibt (Achtung: hier würden dann die ganz normalen Ladenöffnungszeiten gelten)
  • du kannst einen Onlineshop für Cupcake (oder generell Backzubehör) eröffnen.
  • du kannst eine Kochschule / Backschule für Cupcakes eröffnen und Events veranstalten, wie Junggesellinnensbschiede etc.
  • du kann aber auch bei einer Gründung soziale Ziele verfolgen, wie Kathrin und Katharina von Kuchentratsch. Die zwei Münchener Mädels haben eine Backstube für Senioren gegründet und bieten somit neben einem Catering Service auch soziale Kontakte für die “älterenen Mitarbeiterinnnen (Omas)” an.
  • du kannst auch eine Cupcake App programmieren, ein Cupcake Kochbuch schreiben oder einen Cupcake Blog ins Leben rufen.

Wie du siehst, unterscheiden sich die Geschäftsmodelle extrem voneinander. Bei dem einem bist du an Öffnungszeiten oder gesetzliche Vorgaben gebunden, bei dem anderen brauchst du, neben deiner Passion zu Cupcakes, noch anderes Know How, wie Programmierfähigkeiten.

Egal für welches Geschäftsmodell du dich entscheidest: hebe dich von der Konkurrenz ab! Schaffe einen UPS (Unique Selling Point). Mache etwas, was es noch nicht gibt. Katharina und Kathrin von Kuchentratsch sind ein gutes Beispiel. Andere Ideen könnten vegane oder ökologische Cupcakes sein.

Dein Plan

Nach dem du deine Geschäftsidee definiert hast und dein Geschäftsmodell entwickelst hast, solltest du nun deinen Geschäftsplan erstellen. Natürlich bietet sich hier für der gute alte Businessplan an. Ja, und schreibe diesen für deine Firmengründung! Auch wenn du kein Fremdkapital benötigst und auch wenn du nur nebenberuflich ganz klein gründen möchtest!!! Einen Businessplan schreibst für an allererster Stelle für dich selber und bietet sich später perfekt an, um eine Soll/Ist Analyse vor und nach Firmengründung zu machen.

Ich empfehle dir die Teilnahme an einen Businessplan Wettbewerb. Inzwischen gibt es in jeden Bundesland diese kostenlosen, mehr monatigen Wettbewerbe, bei dem man viel Unterstützung bekommt. Ich selbst habe 2009 beim Businessplan Wettbewerb Berlin Brandenburg mitgemacht und sehr viel bei den kostenlosen Seminaren gelernt.

Deine Motivation

Damit du nach soviel Theorie auch wirklich zum Firmengründer wirst, ist die Motiviation und das Netzwerken extrem wichtig in der Gründungphase. Hier habe ich meine Motivation gefunden und Kontakte geknüpft: