ND 08 – Der wichtigste Investor ist der Erste

Daniel_Krauss Flixbus

Ganz ehrlich: Daniel Krauss, Co-Founder von Flixbus, könnte ich stundenlang zuhören. In der heutigen Folge spreche ich mit Daniel über den Beginn des Busunternehmens und warum Menschen, die Geld verdienen wollen, besser Investmentbanker werden, als Gründer. Flixbus: was als „Rumbaldovern“ in einer fränkischen Bar begann, ist heute das wohl bekannteste Startup in Deutschland.

2010 lass Daniels Mitgründer und langjähriger Freund Andre den Koalitationsvertrag der Grünen und merkte schnell, dass sich der Fernbusmarkt liberalisieren wird. Nur kurz später gründeten Daniel und Andre gemeinsam mit Jochen, Gobus, den Vorreiter von Flixbus.

Bis zur Liberalisierung selbst dauerte es allerdings noch ganze zwei Jahre und die Zeit nutzen die drei Gründer erste Gelder einzusammeln, immer mit der Ungewissheit, wie sich der Markt schlussendlich entwickeln würde. Bevor sie allerdings den ersten Business Angel überzeugen konnten, steckten Andre, Daniel und Jochen selbst Erspartes in die Firma und nutzen einen KFW Gründerkredit.

Der Businessplanwettbewerb, bei dem das Team teilnahm und den ersten Investor fand: BayStartup (früher: Netzwerk Nordbayern)

Im Entrepreneurship Center München machte Flixbus seine erste Schritte.

Daniels Empfehlung an alle Gründer:

  • der wichtigste Investor ist der Erste, nutze sein Netzwerk
  • denke bei der Investorensuche auch an die Zulieferer
  • wähle einen Firmennamen der skalierbar ist (Beispiel: Gobus)
  • am Anfang ist Gründen wie manisch depressiv sein
  • man muss sich selbst kalibrieren
  • es ist eine kontinuierliche Herausforderung
  • es geht immer schief, was schief gehen kann
  • es ist immer noch ein „nur“ ernstzunehmendes Spiel – es geht nicht um Tod und Leben
  • mach dich nicht selbstständig wegen des Exits
  • wenn du nur gründest um Geld zu verdienen, werde Investmentbanker