Kira – Mitgründerin von FIELFALT & Flugbegleiterin

Dieses Interview mit Kira lag mir besonders am Herzen, denn Kira ist nicht nur eine tolle Kabinenkollegin und Gründerin vom Blogmagazin FIELFALT, sondern inzwischen auch eine gute Freundin geworden. Zwar wohnen wir weit entfernt, aber uns vereint die grenzenlose Ideenspinnerei in unseren Köpfen.

Kira, seit wann fliegst du als Flugbegleiterin und wie kam es dazu?

Ich fliege seit August 2014 als Flugbegleiterin für eine deutsche Fluggesellschaft. Angefangen habe ich in Hamburg, mittlerweile bin ich in Berlin Tegel stationiert. Ich hatte schon nach meiner Ausbildung zur Kauffrau für Spedition- und Logistikdienstleistungen bei Lufthansa Cargo in München darüber nachgedacht, mich dann jedoch vorerst für einen Bürojob entschieden. Wie immer, kam Alles anders als gedacht, sodass ich 2014 meinen Job bei Airbus gekündigt, mein paralleles Studium abgebrochen und mich für den Grundkurs zur Flugbegleiterin entschieden habe. Seitdem arbeite ich über den Wolken.

Du fliegst aber nicht nur, sondern bist auch Gründerin von FIELFALT. Was ist FIELFALT?

FIELFALT ist die Community für Frauen, die etwas wagen wollen. Wir bestärken unsere Community durch das gleichnamige Online-Blogazine mit gut 25.000 Lesern im Monat, verschiedene deutschlandweite Events, unseren femsembles, sowie durch unsere Online-Community-Zone darin, sich gegenseitig zu bereichern und sich selbst zu verwirklichen.

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Wie kamst du zu FIELFALT?

Dafür bist tatsächlich du verantwortlich. Nach einem Jahr als Flugbegleiterin habe ich mich nach einer Nebentätigkeit umgeschaut und bin über eine Google Recherche „Flugbegleiterin + Selbständigkeit nebenbei“ auf das Interview von Forgestellt by FIELFALT mit dir aufmerksam geworden. Der Blog hat mich direkt in seinen Bann gezogen und ich wusste, dass ich hier mitmachen möchte. Daher habe ich mich an bepart@fielfalt.de gewandt, um auch als Autorin für das shared Blogazine zu schreiben. Und ich wurde angenommen. Das war der Beginn von FIELFALT und mir.

Seit wann lebst du diese Kombi (FLIEFALT& Fliegen) so?

Im Oktober 2015 habe ich als Autorin bei FIELFALT angefangen, im März 2016 haben Aimie und ich die FIELFALT UG (haftungsbeschränkt) gegründet und bauen seitdem mit unserem Kernteam die Community weiter aus.

Was waren die größten Herausforderungen bei dem Start in deine Selbständigkeit?

Die einzige Herausforderung, die mir spontan einfällt, war und ist das Zeitmanagement. Vor allem wenn mir mein vom Arbeitgeber vorgegebener Dienstplan einen Strich durch die Rechnung macht für bestimmte Termine oder Veranstaltungen. Ansonsten haben wir FIELFALT durch „einfach Machen“ weiterentwickelt.

Fliegst du Teilzeit für FIELFALT?

Ich fliege Teilzeit für FIELFALT und für meine persönliche Verwirklichung. Ich habe eine tolle Vision, die mir sehr am Herzen liegt und der ich mich in kleinen Schritten nähern möchte. Dafür werde ich ab September eine Coaching-Ausbildung in Berlin beginnen und gleichzeitig die Lizenz zur Ernährungsberaterin.

Wie sieht dein Alltag bei FIELFALT genau aus? Unterscheidet sich dieser sehr vom Flugbegleiter Alltag?

Zwischen dem Alltag bei FIELFALT und dem Alltag als Flugbegleiterin liegen meiner Meinung nach Welten. An einem FIELFALT Tag stehe ich früh auf, meditiere kurz für mich und absolviere eine Sporteinheit, sei es joggen oder Yoga. Danach fange ich mit unangenehmen To Do’s an und arbeite diese nach Priorität nach und nach ab. Zwischendurch noch ein Treffen mit einem Community Mitglied oder ein paar Telefonate mit neuen Kooperationspartnern. Der Tag vergeht in jedem Fall wie im Fluge, da es nie langweilig wird, ich jeden Tag etwas Neues lerne und jeden Tag neue Aufgaben habe. Es ist ein ständiges Verlassen meiner Komfortzone und das gefällt mir sehr gut.

Der Alltag als Flugbegleiterin hingegen ist sehr fremdgesteuert. Der Dienstplan gibt die Uhrzeiten vor und gerne verschiebt sich der Feierabend spontan nach hinten, durch Verspätung oder schlechte Wetterbedingungen. Faktoren, die Niemand vorhersehen oder beeinflussen kann. Obwohl der Alltag fremdgesteuert ist, macht es Spaß seine Menschenkenntnisse zu erweitern, sich in Geduld zu üben und für die Sicherheit aller Passagiere an Bord zu sorgen. Das ist auch der Grund, warum ich mich damals für diese Arbeit entschieden habe.

Ist FIELFALT ein Nebenjob oder ein Hobby? Kann man davon leben?

Wir leben nicht von FIELFALT, dennoch ist es mehr als ein Hobby, weil wir jeden Tag, sozusagen jede freie Minute, daran arbeiten, dass wir eines Tages teilweise davon leben können. Für kreative Ideen und die Weiterentwicklung von FIELFALT brauchen wir Zeit, daher werden wir mit fortlaufender Zeit sicherlich ein tolles Angebot schaffen, welches seinen Wert hat.

Wie geht es bei dir weiter und wo siehst du dich in 12 Monaten?

Wie bereits weiter oben erwähnt werde ich mich persönlich noch weiter entwickeln, da ich eine klare Vision habe, die ich verfolgen möchte. Für dieses Ziel schaffe ich bereits heute die notwendigen Voraussetzungen, weil ich mein „Next Level“ wie Jacob Drachenberg sagen würde erreichen möchte und genau weiß, was ich dafür brauche. Somit sehe ich mich zur einen Hälfte in einem Teilzeitjob, der mir Spaß und zur anderen Hälfte in einem eigenen Gemeinschaftsbüro mit inspirierenden Menschen in Berlin, in welchem ich für FIELFALT und selbständig im Bereich Coaching von Betroffenen einer Essstörung im Alltag arbeite.

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2 Gedanken zu „Kira – Mitgründerin von FIELFALT & Flugbegleiterin

  1. Theresa sagt:

    Was für ein schönes Interview! Es ist so toll zu verfolgen, wie Kira ihren Weg geht und zusammen mit Aimie bei Fielfalt so viele Frauen inspiriert! Danke für diesen Einblick!
    Viele Grüße,
    Theresa

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